Hörclub

Kennst du die wichtigste Detektivregel? Nein? Kein Wunder, denn du warst wahrscheinlich noch nie im Hörclub der Lucas-Cranach-Volksschule und kennst somit auch nicht die Geschichten von Dagobert Dünkelstein!

 

Einmal in der Woche treffen sich Schüler aus den ersten Klassen und sind "ganz Ohr". Schon die Begrüßung ist ganz auf die Ohren abgestimmt. Eine Klangschale wandert von Kind zu Kind und jeder schenkt dem anderen damit einen Ton. Dann werden die Ohren erst einmal durch eine "Ohrenmassage" oder durch eine "Klangreise" eingestimmt: Die Kinder legen sich auf den Boden, schließen die Augen, lauschen unterschiedlichen Klängen und versuchen diese zu identifizieren. Diese Übungen machen hellhörig und wach und sind eine wichtige Voraussetzung für aktives Zuhören. Danach sind die Kinder fit, um sich spannende Hörspiele anzuhören oder Geräuschgeschichten aufzunehmen.

Hörclubs der „Stiftung Zuhören“ gibt es mittlerweile an vielen Grundschulen in Deutschland. Sie finden im Rahmen einer Förderstunde oder eines Betreuungs-angebots der Schule statt. Hörclubs sind für Kinder von sechs bis elf Jahren sinnvoll und sollten eine Gruppenstärke zwischen acht und 14 Kindern haben.

Geleitet werden die Hörclubs von Lehrerinnen und Lehrern, denen ein umfang-reiches Arbeitsmaterial zur Verfügung steht: 40 CDs und Kassetten mit Hörspielen, Erzählungen, Krimis und Hörgeschichten.

 

Hörclubbetreuer berichten und eine Studie bestätigt es: Hörclub-Kinder hören mit der Zeit geduldiger und genauer zu. Doch richtiges Zuhören will gelernt sein!

Die Hörclubs in Bayern wurden vom Bayerischen Rundfunk initiiert, der auch die Fortbildungen für die Hörclub-Lehrkräfte organisiert.

Das sagen Hörclublehrkräfte:

„…Die Dritt- und Viertklässler haben beim Zuhören bereits ein gutes Gedächtnis entwickelt, können teilweise wortwörtlich wiedergeben, was sie von der CD hörten. Viel lieber aber noch erfinden sie eigene Klanggeschichten und erzählen von eigenen Hörerlebnissen. Sie sind sehr kreativ….“

„…Ich selbst empfinde die Aufgabe als spannend, innovativ und sie macht mir selbst Spaß. Ich sehe der Arbeit und der Entwicklung gespannt entgegen….“

 

Doch nun zur Lösung. Die wichtigste Detektivregel von Dagobert Dünkelstein ist:

„Immer mit der Ruhe, Schritt für Schritt. (Verflixte Schiefertafel.)“ Kommt dir das nicht bekannt vor? So kann man eigentlich jede schwierige Aufgabe lösen!